Emil Nolde

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      Emil Nolde (1867-1956, born near Tønder in Denmark , one of the foremost German expressionist painters, whose masklike heads, contorted brushwork, and raw, strident colors were intended to give the viewer a visual and emotional shock. His original name was Emil Hansen (Danish name). Nolde was influenced primarily by Vincent van Gogh, Edvard Munch, and James Ensor, whose tortured visions and color experiments he carried to new frontiers. A trip to New Guinea in 1913 and 1914 crystallized his taste for the qualities of tribal art, including brutal distortions of form, bold surface patterns, and contrasting colors. His style changed little throughout his career, and he concentrated principally on landscapes and on interior scenes with human figures. His landscapes, such as March (1916, Kunstmuseum, Basel), were brooding and ominous, and his peopled scenes, such as The Reveler (1919, St”dtische Galerie, Hannover), present human faces as grotesque masks of crude basic emotions. In works such as the triptych Life of Maria Aegyptica (1912, Kunsthalle, Hamburg), he attempted to revive religious imagery in expressionistic treatments of New Testament scenes. He was denounced as a degenerate artist by the Nazis and forbidden to paint in 1941. He then produced an important body of expressionist watercolors and engravings.






      Emil Nolde

      Bilder von Emil Nolde


      Lebenslauf:


      Emil Nolde, der eigentlich Emil Hansen heißt, wurde am 7. 8. 1867 in Nolde bei Tondern (Nordschleswig, Dänemark) geboren und starb am 13. 4. 1956 in seinem Haus in Seebüll. Er ist der Sohn von Hufner Niels Hansen. Emil ist das sechste von sieben Kindern, wovon 2 (ein Bruder und eine Schwester) schon in jüngeren Jahren starben.
      Der Vater ist friesischer Abstammung. Sein Heimatdorf Nolde liegt im deutsch-dänischen Grenzgebiet und bestand aus 5 Bauernhöfen mit 68 Einwohnern. Später - amtlich am 22. 4. 1904- nimmt Emil Hansen den Namen seines Heimatdorfes an.
      Noldes Kindheit ist geprägt durch das abgeschiedene Leben auf dem Lande und die enge Verbundenheit mit der Natur. Mit 5 besucht er die Dorfschule in Buhrkalb, wo ihn sein 2. Lehrer (der Küster Boysen) im Unterricht vorzeichnen läßt.
      Seine ersten künstlerischen Werke überhaupt waren selbstgeknete Lehmfiguren und Zeichenversuche mit Holunder und Rote-Bete-Saft. Die rot violette Farbe hatte es ihm angetan. Außer dem Zeichenunterricht interessierte ihn Schule nicht. Er war faul und blieb Ostern 1877 sitzen. Von 1880-1883 entstehen zahlreiche Bleistiftzeichnungen von ihm. Nach seiner Konfirmation beginnt er sich viel mit religiösen Fragen zu beschätigen. Als Nolde nach einiger Zeit den Wunsch äußert Kunstmaler zu werden, stößt er auf heftigen Wiederstand des Vaters. Dieser will seinen Sohn lieber als Bauer, Handwerker oder Schmied sehen. Nach einiger Zeit gibt der Vater dann doch nach und stimmt einer Ausbildung als Holzbildhauer zu. Nolde beginnt seine neue Arbeit in Flensburg und das Stadtleben erweitert seinen Horizont erheblich. Nebenbei besucht er den Unterricht im gewerblichen Zeichnen und beginnt mit Interresse das Kunstleben seiner Zeit zu verfolgen. Sein Erfolg beginnt schließlich 1885 mit dem Ehrenzeugnis, welches er für die Zeichnung eines Ahornblattes erhält. Nolde beginnt jetzt auch zu schnitzen. Er kommt in all den Jahren bis zu seinem Tode viel in Europa rum. Zwischenzeitlich zieht es ihn jedoch immer wieder in seine Heimat. In den Jahren von 1888 - 1891 ist er in München, Karlsruhe und Berlin. Bevor er dann 1898-1899 seine Ausbildung zum Maler macht, arbeitet er erst noch 6 Jahre als Lehrer am Kunstgewerbemuseum in St. Gallen.
      Das Jahr darauf ist er in Paris und wird jetzt mit anderen Künstlern seiner Zeit (sowohl Impressionisten, als auch Expressionisten) konfrontiert. 1901 lernt Nolde die dänische Schauspielerin und Musikerin Ada Vilstrup in Kopenhagen kennen, und Heiratet sie noch im selben Jahr. Beide mieten sich ein Fischerhaus in Alsen und außerdem das Atelier in Berlin. Emil Nolde reiste auch in den folgenden Jahren viel. So unternahm er z.B. von 1913 -1914 eine Reise in die Südsee. Außerdem noch Reisen nach Spanien, Italien und in einige andere Länder.
      Noldes Berühmtheit kam in den Jahren von 1906- 1908 unter anderen mit den Bildern "Freigeist", "Abendmahl" und "Pfingsten". Nach der Südseereise zog es ihn wieder in die Heimat: Er zog nach Utenwarf an die Westküste Nordschleswigs um. Später (1936) erwarb er dann Seebüll. 15 Jahre vor Noldes Tod erhielt der Künstler im Jahre 1941, zur Zeit der Nazis, Malverbot, da einige seiner Bilder als "entartet" beschlagnahmt worden waren.
      Noch heute kann man in seinem ehemaligen Hof in Seebüll, daß heute zu Neukirchen gehört viele seiner Bilder in dem dort eingerichten Museum betrachten.

      Schaffensprinzip:


      Nolde war dem Impressionismus und dessen Künstlern schon immer sehr fern. Er ist eine typischer Expressionist. In seinen Bildern ist die Leuchtkraft der Farben durch scharfe Kontraste gesteigert. Die innige Naturverbundenheit Nolde´s wird in seinen zahlreichen Landschafts- und Blumenbildern deutlich. Nolde hatte einen orginalen Sinn für das spukhaft-Dämonische, daß sich manchmal mit dem Exotischen verbindet. Dieser Sinn spiegelt sich in seinen Personen-Bildern sehr gut wieder, denn er malt diese mit sehr vielen dunklen Farben.
      Er malte häufig die Landschaft seiner Gegend, am allerliebsten Aquarelle. Aber er erstellte auch viele Skizzen, Radierungen, Kohlezeichnungen, Tusch- und Federzeichnungen und vor allen Dingen Bilder mit Öl auf Leinwand. Diese malte er mit Pinsel, und malte mit vielen hellen und dunklen Farben um zu erreichen, daß ein starker Kontrast wirksam wird. Er malte oft viele große zusammenhängende Flächen, durch die er den Kontrast noch verstärken wollte.
      Von seinen Reisen brachte er sich viele seiner Ideen mit, oder malte seine Bilder dort.
      Er benutzte für verschiedene Motive oder Landschaftsbilder, die er malen wollte ganz unterschiedliche Papiere. So benutzte er für eine Schneelandschaft, ein festes nichtsaugendes Papier, dessen Weiße größtenteils stehenblieb. Er malte über schmutzigem Schnee eine Aufgehende Sonne und Bäume die algenartig zum Himmel hinaufwachsen. Emil Nolde wollte stets das ganze Bild malen, er wollte nie längere Zeit damit verbrauchen, das Bild einzuteilen.
      Man kann an vielen Bildern erkennen, ob er bei dem Malen des Bildes etwas positives malt, oder einen traurigen Gegenstand festhält, ohne das Bild in seinen Flächen zu betrachten, so sind viele seiner schwarz umrahmten Flächen mit zittriger Hand gemalt, wenn er ein trauiges Bild gemalt hat, oder in trauriger Stimmung war.

      Bildbeschreibung:"Tropensonne"

      70x106 cm
      Nach seiner Südsee-Reise, also 1914, malte er dies Bild, wohl als das erste Erinnerungsbild. Er malte dieses Bild mit Öl und mit Hilfe von Skizzen und Eindrücken in Neu-Mecklenburg.
      Dieses Bild ist in vier Zonen aufgeteilt, obwohl Nolde dies nur selten und ungern Tat. Im Bildvordergrund sieht man das Wasser, welches von der Sonne eine rote Spiegelung erhielt. Durch eine Schaumkrone einer Welle wird das Bild in die zweite Zone eingeteilt. Auch dort ist Wasser, welches aber durch die Bäume auf der Insel, welche warscheinlich eine der Inseln ist die er auf der Reise gesehen hat, grün gespiegelt wurde. Somit entstand der dramatische Komplementärkontrast rot-grün. Dieser wwird aber zwischen der dunkelgrünen Insel und dem tiefroten Himmel noch deutlicher, in dessen Mitte die rotglühende Sonne untergeht. Das angrenzende orange und violett bringen das rot zum leuchten. Die weißen Brandungswellen betonen das dramatische und bringen den hell-dunkel Kontrast.
      Das Bild ist mehr eine rhytmisch stark bewegte Darstellung von großer dekorativer Entfaltung. Nolde sagte, mann müsse dieses Gedicht eher als ein visionelles gedicht sehen, denn Nolde fand die Farben gar nicht so toll in der Südsee. Er fand die Farben in seiner Heimat viel kräftiger! Dies ist wohl der schönste Sonnenuntergang den Nolde gemalt hat.



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